13. September 2020 - 8:00 bis 18:00
Neuss, Germany, Neuss
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Kommunalwahlen 2020 – TIERSCHUTZ hier! in den Stadtrat wählen | Sonntag, 13. September 2020

Am 13.09.2020 sind in Nordrhein-Westfalen Kommunalwahlen. Eine Sperrklausel gibt es nicht – noch nie waren die Chancen für kleine Parteien so groß wie in diesem Jahr, einen oder mehrere Stadtverordnete zu stellen. Bei der Kommunalwahl 2014 in Neuss war das „Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit“ (BIG) bereits mit 614 Stimmen (1,1 %) erfolgreich und zog damit in den Rat der Stadt Neuss ein. Wir streben ein Ergebnis über 1000 Stimmen an. Die Europawahl 2019 hat diesen Trend bereits markiert – die Menschen in und um Neuss herum möchten dem Tierschutz eine Stimme geben und leihen ihre Wählerstimmen deshalb Parteien mit dieser Ausrichtung (2,1 % bei der Europawahl 2019). Mit Martin Buschmann zog ein Kandidat einer dieser Parteien für den Tierschutz ins Europaparlament ein. Von den übrigen Parteien (CDU, SPD, FDP sowieso nicht, Grüne erst recht nicht) ist keine Politik für das Staatsziel Tierschutz zu erwarten.



Neuss braucht Tierschutz. Überall, wo Tiere sich noch eine Nische für ihren Lebensraum erobern, werden sie prompt als lästig empfunden (Tauben, Sumpfbiber, Wildgänse) und sollen möglichst stillschweigend beseitigt werden (darunter auch immer wieder das beliebte Damwild im Selikumer Park). Dabei hat der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz Verfassungsrang! Und trotzdem werden Tiere weiterhin gequält, gejagt und ausgbeutet – oder, wie jüngst in Niedersachsen, wieder Ausnahmegenehmigungen für das betäubungslose Schächten erteilt. Mit uns nicht!



Tierschutz muss Einzug in interkulturelle Projekte, Kulturarbeit, Jugendarbeit, Stadtteilarbeit, Kindergärten, Ferien- und Freizeitangebote, Mehr-Generationen-Projekte u.v.m. erhalten. Tierschutz leistet einen effizienten Beitrag zur Gewaltprävention. Dies zeigen beispielsweise Schulhund-Projekte an Schulen. Auch hierbei hat Neuss noch Nachholbedarf. Neuss verschläft in vieler Hinsicht die Prozesse unserer Zeit.



Neuss kann mehr. Bis auf das beliebte und bekannte Schützenfest machen die Verantwortlichen aus unserer und für unsere Stadt Neuss aus den vorhandenen infrastrukturellen Möglichkeiten, seiner exponierten Lage, als Hochschulstandort und Mittelzentrum in einer der international gefragtesten Wirtschaftsregionen des Landes, als Quirinus-Stadt und den vielschichtigen Potenzialen, die sich aus der Geschichte dieser Stadt ableiten, viel zu wenig. Die Quirinus-Stadt Neuss könnte mit einem markenrechtlich geschützten Quirinus-Festival bundesweit auf sich aufmerksam machen. Und mehr noch: Die Cornelius-Kapelle in Selikum lädt dazu ein, an „alte Pilgerzeiten“ anzuknüpfen: Warum kein Cornelius-Jugend-Pilger-Zeltlager in Selikum, das an die Kirchentage anschließt und aktuelle Themen wie den Umweltschutz aufgreift und jungen Menschen ein Forum für ihre Generation bietet?



Neuss kann mehr als Symbolpolitik: Halbherzige Initiativen für Start-up-Unternehmen und Kompass D sind nicht genug! Wir möchten "Leuchtturm"-Projekte forcieren, die bundesweit zur Nachahmung anregen – Tierschutz, Umweltschutz, Forschung, Technik, Wirtschaft und Innovation, Wohnen mit Tieren im Alter, Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen, einen "Kinderfreundlichkeitsgipfel", attraktive Freizeitangebote für Familien, ein Zusammenrücken und Zusammenwirken der Generationen, eine faire und kalkulierbare Lastenverteilung. Schluss mit der Menschenjagd auf Rundfunkbeitragsverweigerer und Personen, die von dem Beitrag freigestellt waren oder sind.



Aus unserer Vision für Neuss, zusammen mit unserem Programm für Neuss 2020 nachzulesen unter www.tierschutz-hier-neuss.de.