15. August 2020 - 15:00 bis 17:00
Jorge-Gomondai-Platz, Lauchhammer
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Offener Stadtrundgang mit Dresden Postkolonial | Samstag, 15. August 2020

Wir laden euch alle zum nächsten offenen postkolonialen Stadtrundgang in Koorperation mit kritmed* ein!



Wie auch in jeder anderen größeren Stadt Deutschlands lassen sich in Dresden viele Spuren der historischen und gegenwärtigen kolonialen Expansion europäischer Gesellschaften finden: Sei es der Konsum kolonialer Waren, die sogenannte „chinoise“ oder „orientalische“ Architektur, die Ausstellung von Menschen und die Benennung von Orten nach bekannten Persönlichkeiten, die vom Kolonialismus direkt profitieren oder ihm auf vielfältige Art Vorschub leisteten. Auch spielte Wissensproduktion eine zentrale Rolle zur Rechtfertigung kolonial-rassistischer Denkweisen. Darunter zählten auch Wissenschaftler*innen wie Carl Gustav Carus oder Amalie-Dietrich.



Wir verstehen die Kolonialgeschichte nicht als abgeschlossene Periode, sondern sehen in postkolonialen und dekolonialen Ansätzen eine Chance, nicht erzählte Geschichten zu erzählen, Widerstandsperspektiven aufzuzeigen und auf heutige globale Machtungleichgewichte aufmerksam zu machen. Wir wollen dazu anregen, Geschichte kritisch zu hinterfragen und auch eigenes Verhalten zu reflektieren, sowie Kritik an der spezifischen Dresdner Erinnerungskultur zu üben.



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Treffpunkt: Jorge-Gomondai-Platz (Haltestelle Albertplatz)



Start des Rundgangs: 15 Uhr



DIeser Rundgang ist für alle offen. Daher ist keine Anmeldung notwendig.



Wir bitten zudem alle Teilnehmenden den Mindestabstand von 1,5 Meter voneinander einzuhalten und wenn es möglich ist, eine Mund-Nase-Bedeckung während des Rundgangs zu tragen.



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finanziert wird die Veranstaltung durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung ( https://www.rosalux.de/) danke dafür!