29. April 2017 - 11:45
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Tagung Antifaschistische Pädagogik | Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg | Samstag, 29. April 2017

Am Wochenende 29. und 30. April 2017 veranstalten wir in den Räumen der Hochschule für Jüdische Studien (Altstadt) Heidelberg die Tagung „Antifaschistische Pädagogik“, zu der wir Euch alle hiermit herzlich einladen.
Rassismus, Rechtsruck, Faschismus, Populismus. Das sind nur einige der Begriffe die gerade in den heutigen Tagen wieder vermehrt im öffentlichen Diskurs auftreten und viele Menschen ratlos zurücklassen. Wie dem begegnen, wie erklären, wo ansetzen, wie dagegen vorgehen?
Ein wichtiger Ansatz im Umgang mit diesen gesellschaftlichen Phänomenen stellt nach wie vor die Pädagogik dar. Sowohl zur Vorbeugung als auch zur Bekämpfung faschistischer sowie antidemokratischer Gedanken und Handlungen.
Auf der Tagung wollen wir uns mit Pädagogik und Erziehung aus einer antifaschistischen Perspektive kritisch auseinandersetzen. Wir wollen herausfinden, wie mit faschistischem und rassistischem Gedankengut pädagogisch umgegangen und wie der Bildung solcher Gedanken vorgebeugt werden kann sowie welche Fragestellungen daraus resultieren. Im Anschluss an jeden Vortrag laden wir zur gemeinsamen Diskussion ein. Es wurden Referent*innen aus verschiedenen Bereichen eingeladen, um uns Einblicke in ihre jeweiligen Arbeits- und Forschungsbereiche zu geben und damit eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Thematik anzuregen.

Programm Tagung Antifaschistische Pädagogik 29. und 30. April 2017 in Heidelberg:

Samstag
11:45 Uhr Begrüßung
12:10 Uhr Vortrag 1: Autoritarismus: Ziele und Aufgaben antifaschistischer Pädagogik mit Merlin Wolf
13:20 Uhr Vortag 2: Pädagogik im Nationalsozialismus mit Benjamin Ortmeyer
14:30 Uhr Pause: Mittagspause
15:30 Uhr Vortrag 3: Politische Bildung seit 1945 und der Umgang mit der NS-Zeit – Ein kritischer Rückblick mit Katharina Rhein
16:40 Uhr Vortrag 4: Von der historisierenden Bildung zum Umgang mit rechten Einstellungen am Beispiel gewerkschaftlicher Bildungsarbeit mit Christos Kirizakis
17:50 Uhr: Vortrag 5: Chancen und Herausforderungen einer antifaschistischen Pädagogik an historischen Orten. Überlegungen zur Arbeit mit Jugendlichen in Gedenkstätten mit Annika Neubert
19:00 Uhr: Ende erster Teil
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Abendprogamm
21:00 Uhr Soliparty für antifaschistische Projekte, Atelier

Sonntag
11:00 Uhr Vortrag 6: Zur Kritik antifaschistischer Pädagogik aus der Sicht kritischer Bildungstheorien mit Thomas Höhne und Daniel Burghardt
12:20 Uhr Vortag 7: Antiziganismus sichtbar gemacht: über die Bildungsarbeit mit filmischen Repräsentationen mit Radmila Mladenova
13:30 Uhr Pause: Mittagspause
14:30 Uhr Vortrag 8: “Der blinden Vormacht aller Kollektive entgegen arbeiten”. Versuche rassismuskritischer und antifaschistischer Interventionen in der Schule mit Nadja Kaiser
15:40 Uhr Vortrag 9: “Die Stimme erheben gegen den alltäglichen Rassismus” – Die Seminare “Stammtischkämpfer*innen” des Bündnisses “Aufstehen gegen Rassismus!” mit Herbert Schmidt
16:50 Uhr: Vortrag 10: Antifaschismus und Erfahrung. Anmerkungen zu Theorie und Praxis materialistischer Bildungsarbeit am Beispiel der Falken mit Julian Bierwirth
18:00 Uhr Ende zweiter Teil
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Abendprogramm
18:00 Uhr: Antifaschistisches Straßenfest, Uniplatz (organisiert von der AIHD)

Die Tagung findet im Hannah Arendt-Saal in der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg statt.

Falls ihr noch Schlafplätze sucht oder anbieten wollt, sendet eine Email mit dem Betreff Schlafplatz an akutplusc@riseup.net

Es ist keine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt zur Tagung ist frei.

Aktuelle Informationen und Details zu den einzelnen Vorträgen gibt es unter:

Die Tagung findet in Kooperation mit dem Studierendenparlament der Pädagogischen Hochschule, dem Studierendenrat der Universität, dem AK Theorie, den Falken, der Rosa-Luxemburg-Stftung Baden-Württemberg, dem ASA FF e.V. und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Heidelberg statt.
Bemerkungen
  • Hallo SUCHE Mitfahrgelegenheit mit Auto/Zug am Sonntag von Karlsruhe nach Heidelberg zur Tagung. Bitte bei mir melden! (:
  • In einer Woche geht es los! Wir sind aufgeregt und freuen uns auf ein spannendes Programm. Bitte beachtet, dass die Hochschule für jüdische Studien leider wie so viele jüdische Einrichtungen in Deutschland Angst vor Übergriffen haben muss. Deswegen kann es passieren, dass Gäste vom Hochschulpersonal kurz gebeten werden, ihre Rucksäcke zu öffnen und vorzuzeigen.
  • Malte Lohmeiers Vortrag zu Pädagogischen Strategien gegen Othering und Diskriminierung muss leider entfallen. Stattdessen spricht jetzt Radmila Mladenova zum Thema Antiziganismus sichtbar gemacht: über die Bildungsarbeit mit filmischen Repräsentationen.