09. Dezember 2017 - 20:00
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Chaostage - Der Ausverkauf geht weiter! | Cmbrlnd | Samstag, 09. Dezember 2017

»Auch wenn viele von uns resignativ die Schultern zucken und lieber mit dem ***** im Warmen sitzen, werden zunehmend die Daumenschrauben angezogen. Wir werden dabei nicht tatenlos zusehen und abwarten – wir werden kämpfen. Entdecken Sie Ihr wahres geistiges Potenzial! Make Punk a threat again!«

Mit diesen und anderen Parolen zogen junge Punks und »Kids von der Straße« während der Chaostage in den 1980er und 1990er Jahren durch Hannover. Anlass des Aufstands: eine von der Polizei geführte Kartei, in welcher Punks und andere »Andersdenkende« namentlich vermerkt und bei Kontrollen gezielt angesteuert wurden. Dieser Kartei galt es den Garaus zu machen. Mit diversen fantasievollen Aktionen wollte man Polizei und Staat austricksen. Die Chaostage gingen in die Geschichte (der Stadt) ein, sie entwickelten sich über die Jahre von einer reinen Demonstrationsveranstaltung zu einem bis dato unbekannten innerstädtischen Gewaltexzess. Der Aufstand aber wurde gezähmt, die Chaosorte in Hannover in eine »Living Culture«-Städtetour integriert. Punk is dead.
Die laute, unübersehbare Revolte von damals nimmt Regisseurin Ulrike Günther in ihrem neuen Projekt als Absprungrampe, um heutige Aufstandsbewegungen unter die Lupe zu nehmen. Den Stücktext generiert die Regisseurin aus Interviews mit den damals an der Revolte Beteiligten, dem Nachzeichnen von persönlichen Biografien und historischem Material. Ist Punk wirklich tot?

Die Inszenierung beinhaltet neben Material aus Interviews, die Ulrike Günther mit Zeitzeugen der Chaostage geführt hat, auch Passagen aus dem Buch "Zum Glück gab es Punk" von Ute Wieners. Ihr und allen, die in dem Rechercheprozess beteilgt waren, gilt unser Dank.
Bemerkungen
  • Ich bin wirklich entsetzt, dass Ihr auf Eurer Seite immer noch- nach mehreren Kommentaren- nicht über die Autorin berichtet, dessen Buchauszüge Ihr zum größten Teil benutzt! Ihr rühmt die Regisseurin, die ohne das Buch von Ute Wieners fast gar kein Material gehabt hätte. Wort für Wort habt Ihr Ihre Texte genommen und Ihre Aussagen aus mehreren Interviews, die sie Euch unendgeldlich gegeben hat. Ihr werbt für Euer Stück mit Orginalität... für mich ist das pure Ausnutzung! Ute Wieners hat EINE FREIKARTE als Dank bekommen, und wird namentlich auf Eurer Seite nicht erwähnt! Sie hätte sich sicherlich darüber gefreut, Lob und Anerkennung zu bekommen oder auch das ein oder andere Buch zu verkaufen. Die Anerkennung sackt die Regisseurin ein, der Applaus gilt den Schauspielern und für Ute Wieners bleibt gar nix - außer dieser lächerlichen Freikarte, die ihr noch nicht mal ermöglicht hat Freunde oder Familie zu zeigen, was aus ihrem Buch entstanden ist!!! Es hätte viele Wege gegeben ihr zu danken mit einen kleinem Gehalt, Werbung für Ihr Buch, ein Blumenstrauss,...
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  • Unsere CHAOSTAGE-2017-Crew! Wolf List, Janko Kahle, Maximilian Grünewald, Anke Stedingk, Tim F. Golla - abgelichtet von Katrin Ribbe
  • Hier ein Blogbeitrag zu den Chaostagen: https://schauspielhannover.blog/2017/11/15/wir-planen-nicht-steine-auf-das-publikum-zu-werfen/
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