16. Dezember 2017 - 19:30
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Ballett am Rhein – b.33 | Ballett am Rhein | Samstag, 16. Dezember 2017

STRAVINSKY VIOLIN CONCERTO – George Balanchine © The George Balanchine Trust
ROSES OF SHADOW (Uraufführung / Auftragskomposition) – Adriana Hölszky & Martin Schläpfer
POLISH PIECES – Hans van Manen

Mit „Stravinsky Violin Concerto“ erweitert das Ballett am Rhein sein umfangreiches George Balanchine-Repertoire in der Einstudierung von Maria Calegari und Bart Cook um eines der tänzerisch anspruchsvollsten Werke des Neoklassikers. Wie „Duo Concertant“, das in Programm b.27 zu sehen war, wurde auch „Stravinsky Violin Concerto“ 1972 im Rahmen des von Balanchine mit seinem New York City Ballet veranstalteten Strawinsky-Festivals zu Ehren des ein Jahr zuvor verstorbenen Komponisten uraufgeführt.

2014 war es durch Martin Schläpfers Vergabe eines Kompositionsauftrages an Adriana Hölszky zu einer ersten Zusammenarbeit der besonderen Art gekommen: „Es ist ein so gewaltiges Theaterereignis, wie man’s im deutschen Tanz vielleicht noch nie erlebt hat“, schrieb Marieluise Jeitschko über die Uraufführung „DEEP FIELD“. Mit „Roses of Shadow“ findet diese so fruchtbare Zusammenarbeit nun nicht nur ihre Fortsetzung, sondern setzt bewusst andere Akzente: Nach dem opulent besetzten „DEEP FIELD“ lenken Adriana Hölszky und Martin Schläpfer in „Roses of Shadow“, dessen Titel dem 67. Sonett William Shakespeares entlehnt und für ein Ensemble aus acht Instrumentalisten und eine Sängerin komponiert ist, nun den Blick auf kleinere Strukturen und intimere Konstellationen.

Hans van Manens „Polish Pieces“ sind dagegen Paartänze für zwölf Tänzerinnen und Tänzer in leuchtend-bunten Ganzkörpertrikots, die elektrisierende Erotik mit schlichter Eleganz und athletischen Bewegungen verbinden. Seit 2009 verbindet das Ballett am Rhein mit Hans van Manen nicht nur eine enge künstlerische Partnerschaft – vielmehr hat die Compagnie mit ihrem reichen Repertoire längst unter Beweis gestellt, dass sie „zu den bedeutendsten Interpreten des Niederländers zählt“, so Wiebke Hüster in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Doch auch in musikalischer Hinsicht bietet b.33 vielseitige Erlebnisse: Für Strawinskys Violinkonzert konnte der junge Geiger Marc Bouchkov - Violinist, der in b.23 bereits mit Brahms' Violinkonzert begeisterte, erneut als Solist gewonnen werden. Er ist u.a. Gewinner der renommierten Montreal International Violin Competition, und in einer Jurybegründung für den Lotto-Musikpreis des Rheingau Musik Festivals hieß es: „Es ist dieser verführende Klangsinn, jenes Espressivo, das – verbunden mit einer makellosen Technik – den jungen Geiger auszeichnet. Und gleichzeitig ist er eine moderne, vielseitige und individuelle Künstlerpersönlichkeit.“ Für Adriana Hölszkys „Roses of Shadow“ treffen dagegen Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker und der Deutschen Oper am Rhein auf so renommierte Gäste wie u.a. den Akkordeonisten Stefan Hussong, den Trompeter Paul Hübner sowie die Koto-Spielerin Naoko Kikuchi. Wen-Pin Chien leitet die Düsseldorfer Symphoniker.

„Roses of Shadow“ wird unterstützt durch die Kunststiftung NRW.


Bemerkungen
  • Bin wie immer sehr gespannt auf den neuesten Schläpfer-Abend!