14. August 2020 - 18:00
Gustav-Stresemann-Institut e.V., Bonn
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Nie wieder? Antisemitismus erkennen und entgegentreten | Freitag, 14. August 2020

In Halle versuchte am 9. Oktober 2019 ein Attentäter in die Synagoge einzudringen, um möglichst viele Juden umzubringen, die sich dort zum höchsten jüdischen Feiertag „Yom Kippur“ versammelt hatten. Auf sogenannten Corona-Demonstrationen werden antisemitische Verschwörungsmythen verbreitet. Die Zahl der von der Polizei registrierten antisemitischen Straftaten steigt jährlich an, im Internet breitet sich ein immer radikaler werdender Antisemitismus aus. Und die aktuelle Forschung zeigt: Antisemitismus findet nicht nur an den politischen Rändern statt, sondern ist ein Phänomen der Mitte der Gesellschaft.



An diesem Wochenende wollen wir gemeinsam die Geschichte und Funktionsweise von Antisemitismus kennenlernen sowie unterschiedliche Formen von Antisemitismus herausarbeiten: von rechtsextremem Antisemitismus über Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft und der politischen Linken bis zu islamisierten Antisemitismus. Auch die sogenannte Israelkritik – was also ‚wird man wohl noch sagen dürfen’ und wo fängt antiisraelischer Antisemitismus an? – werden wir genauer analysieren.



Dabei beschäftigen wir uns auch mit explizit jüdischen Perspektiven auf das Thema Antisemitismus. In Anlehnung an das Konzept des Gedächtnistheaters von Max Czollek wollen wir die deutsche Erinnerungskultur an die Shoah hinterfragen. Im Gespräch mit einem Gast der Initiative „Meet a Jew“ erfahren wir anschließend mehr über Jüdisches Leben in Deutschland heute. Zum Abschluss des Seminars erarbeiten wir konkrete Handlungsmöglichkeiten zum Aktivwerden gegen Antisemitismus.



Hinweis: Die Veranstaltung wird unter den geltenden Corona-Schutzvorschriften durchgeführt.



Mehr Infos zum Seminar findest Du auf unserer Homepage.