09. August 2020 - 19:30 bis 20:30
ROTTSTR5-THEATER, Bochum
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Schöne Neue Welt nach Aldous Huxley | Sonntag, 09. August 2020

SCHÖNE NEUE WELT

nach Aldous Huxley

in einer Fassung von Maria Trautmann

Eine Produktion des Rottstr 5 Theaters



Mit

Alexander Gier

Lea Kallmeier

Benjamin Werner



Regie

Maria Trautmann



Assistenz

Jasmina Dittrich, David Goldmann, Merlina Scheffler



Musik & Video

Maria Trautmann, Simon Krämer, David Goldmann



Ausstattung

Mara Zechendorf



Licht

Simon Krämer



Fotos

Thorsten Schnorrbusch



Produktion

Oliver Paolo Thomas, Hans Dreher



Dauer: ca. 60 Minuten



Die schöne neue Welt ist eine, in der es keine Kriege mehr gibt, in der Kunst durch „Fühlfilme“ und „Duftorgeln“ ersetzt wurde, in der Kinder nicht geboren, sondern „bokanowskifiziert“ werden und in der Emotionen und Instinkte instrumentalisiert werden: Jeder ist glücklich, zufrieden und stabil - oder sollte es sein. Während Bernhard eine innere Leere spürt, für die er die richtigen Worte nicht findet, taucht plötzlich John auf. Er kommt aus der „Äußeren Zone“ und ist anders als die anderen – er hat eine leibliche Mutter und liest gerne alte Texte, etwa Shakespeare (Ein Zitat aus Shakespeares Stück "Der Sturm" lieferte Aldous Huxley den Titel für sein Werk). John verliebt sich in Lenina, die diese Liebe nicht verstehen kann. Tag für Tag fühlt er sich immer fremder in dieser schönen neuen Welt.



PRESSESTIMMEN

In so manchen Augenblicken des atmosphärisch dichten Abends wird klar, wie aktuell Huxleys düstere Vision ist. In einer Welt voll von selbst ernannten Coaches und Gurus, die ständige Selbstoptimierung an Körper und Geist propagieren, ist kein Platz für Unperfektes und authentische Emotion. Das muss auch John (überzeugend bitter: Alexander Gier) erfahren, der am Ende ausgeschlossen wird. Maria Trautmann agiert klug mit vielen originellen Einfällen. Und auch ihr Ensemble trägt maßgeblich zum Gelingen des Abends bei. Benjamin Werner als windelweicher Bernhard spielt erfrischend wach und spontan, Lea Kallmeier ist eine unheimliche und fast schon maschinenartige Lenina. Insgesamt viele starke Momente in einer sehenswerten Inszenierung! (WAZ)